Igel gefunden – Was tun?

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Rose und die Igelhilfe

Man, man, man, hier war wieder mal ganz schön was los. Meinem Gärtner seine Frau Roselinde kam neulich völlig aufgeregt ins Haus und ich hörte sie schon von Weitem rufen: „Ich hab einen Igel gefunden! Was mache ich denn jetzt?“ Mein Gärtner, mal wieder absolut ahnunglos, riet Rose, sie solle doch mal im Internet nach der Igelhilfe suchen. Da wüsste man schon, was man mit dem kleinen Stacheligen tun könnte. Genauso wie ich, steht auch das Stacheltier unter besonderem gesetzlichen Schutz und darf nicht einfach so behalten werden. Aber dieser kleine Knirps erscheint krank und schwach. Da muss man doch was tun, meinte die gute Rose. Also machte sie sich beim Igelschutz schlau, ob, wie und wie lange man dem Stachelfreund helfen solle.

Nur kranke Tiere dürfen Obhut erhalten

Wie gut, dass die Roselinde so ein großes Herz für uns Tiere hat und gleich erkannt hat, dass der kleine Stachelfreund Hilfe braucht. In einen Lichtschacht war er gefallen und kam dort viele Tage nicht mehr heraus. Ganz abgemagert und unterkühlt wickelte Rose ihn ganz vorsichtig in ein dickes Handtuch und brachte den Gestachelten erst einmal ins warme Haus. Das darf man, wenn ein Tierchen in Not geraten ist. Der Igelschutz riet meiner Gärtnerfrau, sie solle zum Tierarzt gehen und das Igelchen untersuchen lassen. Es könnte verletzt oder schwer krank sein. Doch beim Tierarzt gab´s Entwarnung. Nichts Schlimmes! Mit einer warmen Pflegestelle im Haus und igelrechter Peppelnahrung sollte der kleine Patient bald wieder auf den Beinen sein. Zum Glück hat der Tierarzt den Stachelpelzer entwurmt und auch die Igelflöhe entfernt. Hach, das wäre auch zu schön gewesen. Flöhe in Roselindes pickfeinem Häuschen. Nachdem Rose vom Tierarzt kam, rief sie auch eine Igelstation an. Dort sagte man ihr, sie könne den kleinen Gartenbewohner mit Katzen- oder Hundefutter aus der Dose oder mit angebratenem Hackfleisch füttern. Auch ungewürztes Rührei mögen die Stacheltiere. Aha, kleine Feinschmecker. Kochen kann sie, die gute Rose. Da wird das Igelchen es richtig gut haben.

Mein neuer Gartenfreund, der Igel Charlie

Wie gut, dass das Gesetz verbietet, Igel in Gefangenschaft zu halten. Da muss der Stachelige meinen Gärtner wenigstens nicht so lange im Haus ertragen. Roselinde hat den Stacheligen inzwischen so gut gepeppelt und versorgt, dass sie ihn wieder in die Freiheit entlassen konnte. Die Tierfreunde der Igelhilfe haben sich den Stachelträger angeschaut und geraten, dass Rose den kleinen noch vor dem Winterschlaf wieder in die Natur entlässt. Am besten in den Garten hinter dem Haus, denn hier liegen noch all die schönen großen Laubhaufen herum, die mein Gärtner noch nicht weggemacht hat. Da kann das Igelchen, dass nun Charlie heißt, in aller Ruhe und bestens geschützt überwintern. Juchu, jetzt habe ich einen neuen Gartengefährten, mit dem ich meinem Gärtner so manchen lustigen Streich spielen kann. Ob denn so ein Igel auch so schöne Haufen bauen kann, wie ich?

Euer Gartenmaulwurf EDDIE

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